Größenleitfaden für Motorradhelme: So finden Sie die perfekte Passform

Den ersten Motorradhelm zu kaufen kann ein bisschen wie das Kaufen einer neuen Jeans sein: Jede Marke sitzt etwas anders, und was sich zunächst gut anfühlt, kann sich mit der Zeit weiten. Im Gegensatz zur Jeans ist ein schlecht sitzender Helm jedoch nicht nur unbequem, sondern kann auch tödlich sein.

Ein schlecht sitzender Helm ist nicht nur unbequem, er kann auch tödlich sein.

In diesem Leitfaden erklären wir, wie du deinen Kopf misst, wie die Kopfform die Helmpassform beeinflusst, wie sich ein sicherer Helm anfühlt und welche Warnsignale darauf hinweisen, dass du die falsche Größe hast. Egal, ob du gerade erst mit dem Motorradfahren anfängst oder einfach deinen Helm erneuern möchtest – nach diesem Leitfaden weißt du genau, wie du die richtige Größe auswählst, oder zumindest, wann du die falsche erwischt hast.


Warum die richtige Helmpassform wichtig ist

Ein Helm ist nicht nur ein weiteres Stück Motorradausrüstung – er ist der wichtigste Schutz zwischen dir und dem Asphalt. Ein schlecht sitzender Helm kann:

  • Bei einem Sturz abfallen (ja, das passiert, wenn er zu groß ist).
  • Schmerzhafte Druckstellen erzeugen (wenn er zu klein oder die falsche Form hat).
  • Sie beim Fahren ablenken (nichts ist schlimmer als ein lästiger Kopfschmerz bei 110 km/h).
  • Verringert den Schutz, da er auf dem Kopf verrutscht, anstatt sicher zu sitzen.

Die richtige Größe sorgt für mehr Komfort, weniger Ablenkung und maximale Sicherheit.


Schritt 1: Bestimme deine Kopfform

Bevor du zum Maßband greifst, lohnt es sich herauszufinden, welche Kopfform du hast. Helme sind nicht für alle Kopfformen gleich geeignet; manche Marken und Modelle passen bestimmten Kopfformen besser als andere. Die meisten Kopfformen lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen:

25 % der Fahrer

Lang-Oval

Du hast möglicherweise ein ovales Gesicht, aber dein Kopf ist von der Stirn bis zum Hinterkopf länger als von Ohr zu Ohr. Stell dir einen Rugby-Ball oder einen American-Football vor, wobei der längere Teil von oben auf den Schädel schaut. Wenn ein Helm nicht zu dieser Form passt, wirst du Druck auf deiner Stirn und deinem Hinterkopf spüren.

Etwa 30 % der Fahrer

Mittleres Oval

Dies ist die häufigste Kopfform und die Kopfform, für die Ruroc-Helme entwickelt wurden. Diese Kopfform ist im Gesicht leicht oval, aber nicht so lang wie die Stirn-zu-Hinterkopf-Form. Sie neigen dazu, im Gesicht länger als breit zu sein, wie oben beschrieben, aber etwas abgeflacht.

Etwa 25% der Fahrer

Rund

Eher eine typische Kugelform, also rund von oben auf den Kopf betrachtet und rund von vorne im Gesicht, mit weitgehend gleicher Breite und Länge. Wenn die Passform nicht stimmt, spürst du wahrscheinlich Druck an den Schläfen.

Diagramm zum Vergleich von langer ovaler, mittlerer ovaler und runder Kopfformen
Top Tipp

Wenn du schon immer Schwierigkeiten hattest, passende Mützen zu finden, wirst du wahrscheinlich auch Probleme haben, einen passenden Helm zu finden. Wenn du jedoch deine Kopfform kennst, kannst du ein Modell oder eine Marke finden, die perfekt zu dir passt. Wenn du glaubst, dass du eine intermediate ovale Kopfform hast, dann passen unsere Helme perfekt zu dir!


Schritt 2: So misst du deinen Kopfumfang

Jetzt, wo du deine Form kennst, ist es Zeit, deine Größe zu ermitteln. Nimm ein weiches Maßband (das biegsame, das zum Nähen verwendet wird) und folge diesen Schritten:

  • Wickle das Maßband direkt über deinen Augenbrauen und Ohren um deinen Kopf, sodass du den breitesten Teil deines Schädels umfasst.
  • Halte es eng anliegend, aber nicht zu fest. Du möchtest eine angenehme, natürliche Messung – keine ausgepresste Zitrone!
  • Doppelt hält besser. Miss zweimal, um sicherzugehen. Fang an der Stirn an und ende dort auch wieder, damit du die Maße im Spiegel ablesen kannst.
  • Vergleiche deine Maße mit der Größentabelle. Wenn du zum Beispiel 57 cm (oder 22,4 Zoll) misst, gehörst du bei den meisten Marken normalerweise zur Größe M – aber überprüfe immer die Größentabelle der jeweiligen Marke. Wir verwenden lieber Maßangaben als Buchstabengrößen, um Verwirrung zu vermeiden und falsche Größenannahmen zu verhindern.
Fahrer legt ein weiches Maßband um den Kopf, oberhalb der Augenbrauen Nahaufnahme eines Maßbands, das die Stirn eines Fahrers misst

Denk daran: Helme, die nach dem neueren ECE-22.06-Standard zertifiziert sind, haben oft dickere Polsterung und können sich daher etwas enger anfühlen als ältere Helmmodelle. Beachte außerdem, dass sich die Innenpolsterung nach ein paar Fahrten etwas einträgt.

Top Tipp

Ruroc hat zwei Helmserien im Sortiment: den AT4.0 (erhältlich als STREET, CARBON und TRACK) und den EOX 2.0. Beim EOX 2.0 verwenden wir gebräuchlichere Größen wie S und M, der AT4.0 hingegen nutzt Zwischengrößen wie SM und ML. Achte unbedingt auf die Maßangaben, statt einfach davon auszugehen, dass die Buchstaben den gleichen Größen wie bei anderen Marken entsprechen. Und keine Sorge, falls du dich vertust – Rücksendungen und Umtausch sind bei uns kostenlos.

Größenrechner


Schritt 3: Aufsetzen des Helms (auf die richtige Weise)

Hier unterscheidet sich Ruroc ein wenig: Es funktioniert nicht, den Helm einfach von oben über den Kopf zu stülpen. Unsere geformten Helme erfordern eine etwas andere Vorgehensweise – sie werden von hinten aufgesetzt. Stattdessen:

  • Zieh die Riemen auseinander. So bekommst du einen festen Halt am Helm und öffnest das dickere Innenfutter.
  • Setz den Helm von hinten auf den Kopf. Roll ihn dann nach vorne über deinen Kopf und dein Gesicht nach unten.
  • Um ihn abzunehmen, mach die Bewegung rückwärts: Heb ihn am Kinn an und rolle ihn nach hinten, um ihn vom Hinterkopf zu nehmen.

So kämpfst du nicht damit, den schmalen Eingang über die breiteste Stelle deines Kopfes zu bekommen.

Fahrer, der die Riemen auseinanderzieht, um einen Ruroc-Helm zu öffnen Fahrer, der einen Ruroc-Helm von hinten auf seinen Kopf rollt

Video: So findest du die richtige Größe für deinen Ruroc-Motorradhelm


Schritt 4: Woran erkennt man, ob der Helm richtig sitzt?

Ein guter Sitz des Helms sollte sich angenehm, sicher und leicht fest anfühlen so ähnlich wie ein Händedruck, nicht wie ein Schwitzkasten! So kannst du das überprüfen:

Kein-Wackeltest

Halte den Kinnbügel und bewege ihn sanft von Seite zu Seite oder auf und ab. Wenn sich der Helm unabhängig von deinem Kopf bewegt, ist er zu groß.

Finger-Test

Du solltest deine Finger nicht leicht unter das Futter an deinen Schläfen oder Wangen schieben können.

Wangenpolster-Check

Die Polster sollten deine Wangen berühren, ohne sie platt zu drücken. Deine Wangen dürfen leicht zusammengedrückt werden, aber du solltest in der Lage sein, deinen Mund zu bewegen, um zu sprechen, zu lachen oder rücksichtslose Autofahrer anzuschreien.

Komfort im Laufe der Zeit

Neue Helme passen sich nach einigen Fahrten an, daher ist ein etwas enger Sitz am Anfang normal. Sitzt er von Anfang an zu locker, wird er nur noch lockerer.


Schritt 5: Schlechten Sitz erkennen

Wenn dein Helm die falsche Größe hat, wird dein Kopf es dir sagen. Typische Anzeichen sind:

  • Druckkopfschmerzen (zu klein).
  • Rote Abdrücke auf deiner Stirn oder deinen Schläfen (falsche Form).
  • Windgeräusche oder Flattern bei hoher Geschwindigkeit (zu locker).
  • Kinnriemen drückt ein (falsche Einstellung).
  • Helm hebt sich oder verschiebt sich, wenn du den Kopf drehst (definitiv zu groß).

Faustregel: Wenn du deinen Kopf in irgendeine Richtung schütteln kannst und der Helm wackelt, ist er wahrscheinlich zu groß. Wenn der Helm irgendwo Druckstellen verursacht, ist er wahrscheinlich zu klein oder für eine andere Kopfform konzipiert.

Ein Ruroc-Helmfutter, das zeigt, wie eine lockere Passform auf dem Kopf sitzt

Helm-Passform anpassen

Manche Helme, wie der Ruroc EOX 2.0, werden mit verschiedenen Wangenpolster-Optionen geliefert, damit du die Passform anpassen kannst. Jeder EOX 2.0 Helm enthält zusätzliche schmale Wangenpolster im Lieferumfang, sodass du die Passform deines Helms fein abstimmen kannst, ohne die Größe wechseln zu müssen. Das kann helfen, die Lücke zwischen den Standardgrößen (XS, S, M, L, XL) zu überbrücken, ohne dabei Druckstellen an anderen Stellen zu verursachen.

Es ist ein einfacher Austausch und es lohnt sich, ihn auszuprobieren, wenn der Helm an den Wangen nur ein kleines bisschen zu eng oder zu locker sitzt.

AT4.0 CARBON Wangenpolster nebeneinander AT4.0 CARBON Wangenpolster-Optionen im Vergleich

Abschließende Gedanken

Die richtige Helmgröße zu finden ist keine Raketenwissenschaft, aber durchaus eine Art Wissenschaft. Miss deinen Kopf richtig aus, verstehe deine Kopfform und achte immer auf eine eng anliegende (nicht lockere) Passform. Denk daran, dass sich dein Helm mit der Zeit etwas weitet, wenn sich die Polsterung einträgt – fang also lieber etwas fester an. Und vergiss nicht: Wenn du bei Ruroc kaufst, kannst du kostenlos umtauschen und zurückgeben, mit einem Versand in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Fahr sicher, miss zweimal nach und gib dich niemals mit einem wackeligen Helm zufrieden.


Häufig gestellte Fragen zur Helmgrößenbestimmung für Motorradfahrer

Wie weißt du, welche Motorradhelmgröße du brauchst?

Am besten misst du deinen Kopf mit einem Maßband aus Stoff. Lege das Maßband knapp oberhalb deiner Augenbrauen und Ohren um deinen Kopf und umschließe dabei den breitesten Teil deines Schädels. Nutze dieses Maß, um die Größentabelle deines Motorradhelms zu überprüfen. Bedenke außerdem, dass deine Kopfform die Größe beeinflussen kann – wenn du weißt, welche Kopfform du hast, kannst du die beste Marke und das beste Modell für deinen Kopf auswählen.

Wie messe ich meinen Kopfumfang ohne Maßband?

Kein Maßband? Kein Problem. Nimm ein Stück Schnur oder einen Schnürsenkel, wickle ihn oberhalb deiner Ohren und Augenbrauen um deinen Kopf. Markiere sorgfältig die Überlappung und miss die Schnur dann mit einem Lineal ab. Altmodisch, aber es funktioniert.

Sollte ein Motorradhelm eng sitzen?

Ja, aber nicht so eng, dass es wehtut. Ein Helm sollte sich gleichmäßig und fest anliegend anfühlen, ohne Kopfschmerzen zu verursachen oder tiefe Abdrücke zu hinterlassen. Stell dir eine „feste Umarmung" vor, keine „Umklammerung". Wenn dein Helm Schmerzen verursacht, ist er möglicherweise zu klein, oder deine Kopfform passt nicht zu dem gewählten Helm.

Woran erkenne ich, ob mein Helm zu groß ist?

Wenn du die Kinnstange greifen und sie hin und her bewegen kannst, während dein Kopf stillbleibt, ist der Helm zu groß. Weitere Anzeichen sind, dass der Helm bei höherer Geschwindigkeit hochrutscht, wackelt, wenn du den Kopf schüttelst, oder dass du Finger zwischen das Innenfutter und deine Haut schieben kannst.

Wie lange dauert es, bis sich ein Helm „eingetragen" hat?

Ein Motorradhelm braucht in der Regel 15–20 Fahrstunden, um sich einzutragen. Die Wangenpolster und das Innenfutter werden weicher und passen sich besser deiner Kopfform an, sodass sich der Helm mit der Zeit angenehmer anfühlt. Mehrere Wangenpolstergrößen zur Hand zu haben kann helfen, den Sitz während der Eintragezeit noch besser anzupassen.

Fallen verschiedene Marken unterschiedlich aus?

Auf jeden Fall. Genau wie bei einer Jeans fallen manche Modelle enger aus, andere großzügiger, manche sind für bestimmte Kopfformen gemacht und manche haben einfach ihre eigene Passform-„Persönlichkeit“. Verlass dich daher immer auf die Größentabelle der Marke, anstatt davon auszugehen, dass du überall dieselbe Größe hast. Deine Kopfform entscheidet letztlich, ob dir genau dieses Helmmodell passt.

Kann ich einen Helm tragen, wenn ich die falsche Kopfform habe?

Ja, aber die richtige Form ist entscheidend für den Tragekomfort. Wenn du einen runden Kopf hast und einen Helm mit langer ovaler Form trägst, wirst du Druck an deinen Schläfen spüren. Bei kurzen Fahrten und Pendelstrecken mag das noch erträglich sein, aber auf langen Strecken kann es zu ernsthaften Schmerzen führen. Am besten passt du deine Kopfform an die Helmform an, um Druckstellen zu vermeiden.

Was passiert, wenn ich einen Helm in der falschen Größe trage?

Im besten Fall wirst du dich unwohl fühlen. Im schlimmsten Fall könnte dein Helm bei einem Sturz hochrutschen oder sogar abfallen. Ein zu großer Helm schützt dich nicht ausreichend, und einer, der zu klein ist, kann Kopfschmerzen und Ablenkung verursachen. Beides ist keine gute Option.

Sollten sich meine Wangen in einem neuen Helm eingequetscht anfühlen?

Ein kleines bisschen, ja. Neue Wangenpolster sollten sanft gegen deine Wangen drücken. Du solltest noch in der Lage sein zu sprechen und deinen Kiefer zu bewegen, aber wenn es unangenehm ist oder du aussiehst wie ein Eichhörnchen, das Nüsse für den Winter hortet, brauchst du möglicherweise dünnere Wangenpolster.

Es sieht so aus, als ob Sie aus .... sind